Die Bedeutung von Bodenherbiziden im Maisanbau
Einer der bedeutendsten Vorteile von Bodenherbiziden liegt in ihrer Fähigkeit, das Unkrautwachstum früh zu hemmen. Diese Herbizide wirken, indem sie über die Wurzeln der jungen Ungras- & Unkrautpflanzen oder den Keimling aufgenommen werden.
Der Wirkmechanismus der Bodenherbizide umfasst in der Regel die Störung der Zellteilung oder die Hemmung der Photosynthese. Durch die gezielte Beeinflussung dieser grundlegenden Prozesse können Bodenherbizide effektiv verhindern, dass Unkräuter Wurzeln schlagen und gedeihen. Dadurch reduzieren sie den Konkurrenzdruck auf die Maispflanzen und ermöglichen diesen ein optimales Wachstum.
Bodenherbizide sind daher ein wichtiges Werkzeug zur Unkrautbekämpfung im Maisanbau. Sie bieten eine proaktive Lösung und tragen wesentlich zur Effizienz und Produktivität in der Landwirtschaft bei.
Die Anzahl verfügbarer Bodenwirkstoffe für den Maisanbau wird in Zukunft weiter abnehmen. Mit dem Wegfall von S-Metolachlor und Flufenacet stehen Landwirten nur noch wenige Wirkstoffe zur Verfügung, was die Auswahl an Bodenherbiziden erheblich einschränkt. FMC bietet daher weiterhin zwei bedeutende Produkte mit Bodenwirkung auf Pethoxamid-Basis an – Successor® 600 für den Vorauflauf und Successor® T für den Nachauflauf.
Durch den Wegfall zentraler Wirkstoffe gewinnen sowohl Pethoxamid als auch Terbuthylazin zunehmend an Bedeutung in der Unkrautbekämpfung. Beide Wirkstoffe übernehmen eine Schlüsselrolle bei der Absicherung der Herbizidstrategie im Maisanbau.
Terbuthylazin: Schlüssel zur Unkrautkontrolle in Mais trotz Einschränkungen
Seit 2021 gilt für den Wirkstoff Terbuthylazin die Auflage NG362, die besagt „Innerhalb eines Dreijahreszeitraums darf auf derselben Fläche nur eine Behandlung mit maximal 850 g Terbuthylazin pro ha durchgeführt werden“. Diese Einschränkung macht deutlich, dass der Einsatz von TBA umso sorgfältiger geplant und integriert werden muss. Dennoch behält TBA weiterhin eine zentrale Bedeutung in der Unkraut- und Ungrasbekämpfung im Mais, insbesondere wenn er mit bodenaktiven Partnerwirkstoffen wie Pethoxamid kombiniert wird.
Genau hier setzt das Produkt Successor® T
an: als Kombination von Pethoxamid und Terbuthylazin bietet es eine wirkungsstarke Lösung für die frühzeitige Kontrolle von Hirse-Arten und anderen Unkräutern im Nachauflauf. Beide Wirkstoffe besitzen vorwiegend bodenwirksame Eigenschaften und zeichnen sich durch eine langanhaltende Wirkung aus, sodass auch in Wellen auflaufende Unkräuter und Ungräser wie z.B. Hirse-Arten sicher erfasst werden.
Successor® T wird auch in Kombination mit Haldis® 100 SC unter dem Namen Successor® Top 4.0 angeboten. Dieser Pack bietet eine zuverlässige Basislösung für Standorte, die von Hirsearten und einer breiten Mischverunkrautung wie Weißer Gänsefuß, Kamille-Arten und Knöterich-Arten betroffen sind.
Haldis® 100 SC enthält den blattaktiven Wirkstoff Mesotrione, der zudem über die Wurzeln aufgenommen werden kann. Die Aufnahme der drei Wirkstoffe über Blätter und Wurzeln sorgt für eine besonders effektive Bekämpfung. Durch die Zugabe eines Nicosulfuronhaltigen Produktes wird die Wirkung des Successor® Top 4.0 Packs erweitert, sodass auch wichtige Ungräser wie Ackerfuchsschwanz und Quecke erfasst werden.
Am Standort Üplingen wurde diese Strategie im Rahmen der FMC-Versuche 2024 getestet. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle alle Unkräuter und Ungräser, die im Feld auftraten, darunter Ausfallraps, Weißer Gänsefuß, Echte Kamille, Kletten-Labkraut, Winden-Knöterich, Acker-Stiefmütterchen, Vogelmiere und Hühnerhirse, zuverlässig bekämpft wurden. Dies wird durch die Versuchsbilder deutlich belegt.

Neu denken mit Pethoxamid: Warum Spritzfolgen sinnvoll sind
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die alleinige Anwendung von Bodenherbiziden in manchen Jahren nicht ausreicht, da ihre Wirksamkeit stark von den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. Vor allem trockene Frühjahre können die Wirkung erheblich mindern. Deshalb haben sich Spritzfolgen, also die Kombination von Vorauflauf- und Nachauflaufmaßnahmen, als besonders wirkungsvoll etabliert. Sie sichern die Unkrautfreiheit über einen längeren Zeitraum, bieten Flexibilität gegenüber wechselnden Bedingungen und tragen durch den Wechsel verschiedener Wirkstoffklassen zudem dazu bei, Resistenzentwicklungen vorzubeugen.
Besonders in Regionen mit hohem Maisanteil in der Fruchtfolge, in denen sich schwer kontrollierbare Unkräuter und Ungräser zunehmend etablieren, bieten Spritzfolgen eine wirkungsvolle Lösung.
Der gezielte Einsatz von Successor® 600 mit dem Wirkstoff Pethoxamid kurz vor oder direkt nach der Aussaat ermöglicht eine frühzeitige und effektive Kontrolle von Unkräutern & Ungräsern. Dadurch erhalten Maispflanzen von Beginn an optimale Bedingungen für ein gesundes und kräftiges Wachstum. Pethoxamid ist besonders wirksam gegen Hirse-Arten wie Hühnerhirse, Borstenhirse und Fadenfingerhirse sowie einjährige Rispe, Windhalm und diverse Unkräuter.
Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit lässt sich eine TBA-freie Strategie ideal umsetzen, indem im Vorauflauf 1,5 – 2,0 l/ha Successor® 600 eingesetzt wird. Im Nachauflauf kann diese Maßnahme durch Diniro® (0,4 kg/ha) in Kombination mit Adigor® (1,2 l/ha als Netzmittel) ergänzt werden. Diniro® enthält die Wirkstoffe Dicamba, Nicosulfuron und Prosulfuron, die überwiegend über die grünen Pflanzenteile, teilweise jedoch auch über die Wurzeln, aufgenommen werden.
Durch die Kombination von Vorauflauf- und Nachauflaufbehandlungen sowie der Wirkung über Blatt und Boden bietet diese Spritzfolge-Strategie eine hochwirksame und hochverträgliche Ungras- & Unkrautkontrolle selbst gegen schwer bekämpfbare und ausdauernde Unkräuter.

Adigor® Marke einer Syngenta Konzerngesellschaft
Haldis® 100 SC Marke der Globachem NV