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Eine Nachricht von Sophie Hane-Weijman – Head of Sustainability and Stewardship EMEA

Produkt Stewardship ist von entscheidender Bedeutung für die Förderung von Innovationen. Durch die Gewährleistung einer sicheren Handhabung und einer sachgerechten Anwendung trägt Stewardship dazu bei, Anwender und Umwelt zu schützen und gleichzeitig den Nutzen des Produkts zu optimieren.
Stewardship stellt Landwirten Hilfsmittel und Empfehlungen zur Verfügung und unterstützt die Umsetzung guter fachlicher Praxis, um langfristig nachhaltige Lösungen zu ermöglichen.

sophie

STEWARDSHIP- UND ANWENDUNGSEMPFEHLUNGEN


Bei Produkten, die Isoflex® active (Bixlozone) enthalten, müssen Stewardship-Maßnahmen sowohl bei der Handhabung und Anwendung als auch im Hinblick auf die langfristige Nutzbarkeit des Herbizids im Markt berücksichtigt werden.
Der neuartige Wirkmechanismus des Herbizids Fundatis®, mit Isoflex® active, bietet im Getreideanbau ein neues Instrument für das Resistenzmanagement – insbesondere in einem Segment, in dem nur noch wenige wirksame Lösungen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig können und sollten Verlagerungen des Produkts auf Nichtzielflächen infolge einer unsachgemäßen Anwendung vermieden werden.
Ein weiteres wesentliches Merkmal des Herbizids Fundatis®, mit Isoflex® active, ist seine residuale Wirkung beziehungsweise Bodenwirkung. Diese kann Anwendern eine langanhaltende Unkrautkontrolle über die gesamte Saison ermöglichen.

Die folgenden Empfehlungen zeigen Maßnahmen auf, mit denen Risiken reduziert oder vermieden und die nachhaltige Nutzung dieses Produktangebots unterstützt werden können.

Klicken Sie hier, um mehr über das Herbizid Fundatis® zu erfahren. 

Klicken Sie hier, um alle Anwendungshinweise und Auflagen im Etikett mit der Gebrauchsanleitung zu finden.

ABDRIFTMANAGEMENT

Bei unsachgemäßer Anwendung kann es bei Fundatis®, mit Isoflex® active, zu Abdrift von Spritztropfen kommen.

Zu den Faktoren, die das Abdriftrisiko erhöhen können, zählt die eingesetzte Applikationstechnik, beispielsweise:

  • eine zu große Gestängehöhe,
  • ein ungeeigneter Düsentyp,
  • eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit und/oder
  • ein zu hoher Spritzdruck.

Es wird empfohlen, die Spritztechnik entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Herstellers einzusetzen.

Auch Umweltbedingungen können das Abdriftrisiko erhöhen. Dazu gehören:

  • hohe Windgeschwindigkeiten,
  • starke Niederschläge,
  • eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit,
  • die Bodenart,
  • hohe Temperaturen und/oder
  • zum Zeitpunkt der Anwendung auftretende Temperaturinversionen.
     

Die Vermeidung von Abdrift ist wichtig, um einen direkten Eintrag durch die Spritze oder einen indirekten Kontakt, beispielsweise durch Spritzabdrift, mit Nichtzielpflanzen, Nichtzielflächen und offenen Gewässern wie Teichen, Bächen oder Flüssen zu verhindern.

Wichtige Anwendungshinweise und Auflagen:

  • Wasseraufwandmenge beachten: Die Wasseraufwandmenge von min. 300 - 400 l/ha einhalten. (NT 145 – 1)​
  • Abdriftmindernde Technik einsetzen: Die Anwendung von Fundatis® ist mit einem Gerät durchzuführen, das in das Verzeichnis „Verlustmindernde Geräte“ eingetragen ist. Zusätzlich sind Düsen zu verwenden, die mindestens in der Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen sind. (NT 145 – 1)​
  • Fahrgeschwindigkeit einhalten: Die Fahrgeschwindigkeit von max. 7,5 km/h darf nicht überschritten (NT 146) werden​.
  • Hangauflage beachten: Bei Flächen > 2 % Hangneigung zu Gewässern ist ein begrünter Randstreifen von mindestens 20 m erforderlich (Ausnahmen bei Mulch-/Direktsaat oder Auffangsystemen) (NW706)​
  • Umweltfaktoren: Anwendung nur bei Windgeschwindigkeiten von maximal 3 m/s. (NT170) Beachten Sie hierfür für die Windrichtung​.
  • Gestängehöhe beachten: Die Gestängehöhe des Spritzbalkens darf höchstens 50 cm über der Bodenoberfläche/Bestandeshöhe betragen .​
  • Filtergröße beachten: Das Spritzgerät sollte mit Leitungs- und Düsenfiltern ausgerüstet sein, deren Maschenweite nicht feiner als 50 Mesh ist. Die Siebe am Ende des Arbeitstages reinigen.
  • Flächen nach der Anwendung kontrollieren: In einem Zeitraum von einem Monat nach der Anwendung wöchentlich in einem Umkreis von 100 m um die Anwendungsfläche prüfen, ob Aufhellungen an Pflanzen auftreten. Diese Fälle sind sofort dem amtlichen Pflanzenschutzdienst und dem Zulassungsinhaber zu melden. (NT149) ​
  • Anwendungsplan ausfertigen: Die Anwendung des Mittels darf nur auf Flächen erfolgen, die vorher in einen flächenscharfen Anwendungsplan aufgenommen wurden, der den Saatzeitpunkt, den geplanten und den tatsächlichen Anwendungszeitpunkt, die Aufwandmenge, die Wassermenge und Details der Anwendungstechnik enthält. Der Plan ist während der Behandlung für Kontrollzwecke mitzuführen. (NT152) ​
  • Nachbarn informieren: Spätestens einen Tag vor der Anwendung des Pflanzenschutzmittels sind Nachbarn, die der Abdrift ausgesetzt sein könnten, über die geplante Anwendung zu informieren, sofern diese eine Unterrichtung gefordert haben.  (NT unkodiert (1)) ​
  • Abdrift verhindern: Direkte Spritzanwendungen sowie indirekter Kontakt (z.B. durch Spritzabdrift) mit Nichtzielpflanzen, Nichtzielflächen und offenen Gewässern (Teiche, Bäche, Flüsse usw.) vermeiden (Primäre Abdrift) --> Auflage Mindestabstand von 50 m zu Ortschaften, Haus- und Kleingärten, öffentlichen Flächen sowie Bioflächen; zu sonstigen Nachbarflächen mindestens 5 m. (NT unkodiert (2))​
  • Temperatur beachten: Bei vorhergesagten Tageshöchsttemperaturen über 20 °C nur zwischen 18:00 Uhr und 09:00 Uhr anwenden; bei über 25 °C keine Anwendung (NT127)

Weitere Anwendungshinweise und Auflagen finden Sie im Etikett mit der Gebrauchsanleitung.

SPARYER

Nachbau

Nach vorzeitigem Umbruch:
Nach einer Anwendung von Fundatis® bestehen verschiedene Möglichkeiten für den Nachbau. Die folgenden Kulturen können ohne Einschränkungen sicher angebaut werden:

Die folgenden Kulturen können ohne Einschränkungen sicher nachgebaut werden:
Im selben Herbst mit einer Mindestwartezeit von 4 Wochen: Ackerbohne
Im selben Herbst mit einer Mindestwartezeit von 4 Wochen und nach Pflügen: Winterweizen
Im folgenden Frühjahr mit einer Mindestwartezeit von 4 Monaten: Kichererbsen, Sojabohnen, Linsen, Futtererbsen, Sorghum, Dicke Bohnen/Puffbohnen

Die folgenden Kulturen können unter bestimmten Voraussetzungen sicher angebaut werden:
Im folgenden Frühjahr mit einer Mindestwartezeit von 4 Monaten und nach Pflügen: Mais
Im folgenden Frühjahr mit einer Mindestwartezeit von 6 Monaten: Hafer, Sommerraps, Tomate, Schlafmohn, Mais
Im folgenden Frühjahr mit einer Mindestwartezeit von 6 Monaten und nach Pflügen: Lein/Faserlein, Welsches Weidelgras, Kartoffel, Sommerweizen

Bei anhaltend trockenen Bedingungen wird empfohlen, vor der Aussaat jeder Folgekultur eine Pflugbearbeitung
durchzuführen.

Folgekulturen in der Fruchtfolge:
Unter normalen Fruchtfolgebedingungen bestehen keine Einschränkungen für den Anbau irgendeiner Kultur nach einer Anwendung von Fundatis® in Winterweichweizen oder Wintergerste, sofern das Produkt entsprechend
den Gebrauchsanweisungen auf dem Etikett angewendet wurde.

ResistEnZManagement

Fundatis® enthält die Wirkstoffe Bixlozone (HRAC-Gruppe 13) und Beflubutamid (HRAC-Gruppe 12). Wichtige Elemente der Resistenzmanagementstrategie für Fundatis® sind:

  • Die Anwendungsempfehlungen sind strikt einzuhalten (Anzahl der Anwendungen, Anwendungszeitpunkt und Mindestaufwandmenge von 1,0 l/ha).
  • Fundatis® oder andere Herbizide der HRAC-Gruppen 13 oder 12 sollten nicht in aufeinanderfolgenden Vegetationsperioden auf derselben Fläche eingesetzt werden.
  • Innerhalb einer Kultur oder in aufeinanderfolgenden Kulturen sollten Tankmischungen oder Spritzfolgen mit wirksamen Herbiziden unterschiedlicher Wirkmechanismen verwendet werden.
  • Wo immer möglich, sollten ackerbauliche Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Herbizidresistenzen maximiert werden (z.B. Fruchtfolge, Pflügen, falsches Saatbett, verzögerte Aussaat usw.).
  • Die Flächen sollten regelmäßig kontrolliert und die Ursachen einer unzureichenden Wirksamkeit des Produkts untersucht werden.
  • Die HRAC-Richtlinien zur Vorbeugung und Bekämpfung herbizidresistenter Ungräser und Unkräuter sind stets zu beachten.

Weitere Informationen zu Unkrautresistenzen, Wirkungsmechanismen und Resistenzmonitoring finden Sie auf der Website des Herbicide Resistance Action Committee (HRAC) unter: www.hracglobal.com.

PERSONEN- UND UMWELTSCHUTZ

Im Rahmen der guten landwirtschaftlichen Praxis ist bei der Handhabung von Fundatis® mit Isoflex® active, die auf dem Produktetikett beziehungsweise in der Gebrauchsanleitung vorgeschriebene Schutzkleidung und Schutzausrüstung zu tragen.

Das Produktetikett beziehungsweise die Gebrauchsanleitung enthält Stewardship- und Anwendungsempfehlungen, die eingehalten werden müssen, um eine Abdrift aus der behandelten Fläche heraus und insbesondere in Nichtkulturflächen zu vermeiden.

Verschüttete Mengen von Fundatis® mit Isoflex® active sind so aufzunehmen und zu beseitigen, dass kein Eintrag in Gewässer erfolgt. Das für die Reinigung verwendete Material ist gemäß den geltenden lokalen Vorschriften zu entsorgen.

Bitte nutzen Sie im Rahmen des Stewardship- und Monitoringprogramms von FMC Agricultural Solutions die folgenden Links, um mögliche Auswirkungen auf Nichtzielflächen oder Nichtzielorganismen zu melden:

Monitoringformular

Angaben zur Anwendung

people in field
 

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