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Rote Weintrauben
Herbizide Herbst

Resistenzmanagement bei der Anwendung von Insektiziden

Resistente Populationen entwickeln sich, wenn Insektizide mit der gleichen Wirkungsweise wiederholt auf die gleichen Schädlinge angewendet werden. Um die Entwicklung von Resistenz in der Zielpopulation zu vermeiden, muss unbedingt auf eine Resistenzstrategie geachtet werden. Es gilt zu vermeiden, dass zwei Produkte mit dem selben Wirkmechanismus innerhalb einer Generation angewendet werden. Nutzen Sie die Nummer des Wirkmechanismus (IRAC-Gruppennummer für Insektizide), eine Angabe auf dem Produktetikett, um den Wirkmechanimus von Insektiziden zu identifizieren und das Produkt in Ihrer Strategie zu positionieren.

Beachten Sie folgende Hinweise zum Resistenzmanagement:

  • Verwenden Sie Produkte mit der gleichen Wirkungsweise nicht die ganze Saison durchgehend. Wenn möglich, rotieren Sie Insektizide mit verschiedenen Wirkungsweisen mit Hilfe des „Fenster“-Ansatzes. Ein „Fenster“ ist der Zeitraum insektizider Anwendungen, in dem eine oder mehrere Anwendungen von Insektiziden mit dem gleichen Wirkmechanismus erfolgen. Dieses Anwendungsfenster sollte 30–35 Tage nicht überschreiten.
  • Führen Sie nicht mehr als 2 aufeinanderfolgende Anwendungen mit den gleichen Wirkmechanismen in einem „Fenster“ gegen den gleichen Schädling aus. Nachfolgende Insektizidanwendungen sollten dann Produkte mit unterschiedlichen Wirkungsweisen enthalten.
  • Die Insektenbekämpfung sollte auf einem Programm basieren, das kulturspezifische, biologische und chemische Verfahren integriert. Die Populationen sollten überwacht und Schädlinge identifiziert werden. Nach Erreichung von Schwellenwerten kann die Behandlung erfolgen.
  • Überwachen Sie behandelte Schädlingspopulationen auf Resistenzentwicklung.

Bei Fragen steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.

Verbund verschiedener Unternehmen zur Entwicklung von Maßnahmen gegen Insektizid-, Herbizid- und Fungizidresistenzen: