Direkt zum Inhalt
Click to open menu
Click to close Menü
Begin main content
Rapsbestand
Insektizide

Winterraps – Insektizidstrategie zukunftssicher gestalten

Entdecken Sie die passenden FMC Lösungen für den erfolgreichen Rapsanbau. Auf unserer Raps-Übersichtsseite finden Sie Informationen zu Produkten, Anwendungen und aktuellen Empfehlungen:

Alle Produkte im Raps

Exirel® Insektizid - Die Ernte im Blick.

Nuyard® Insektizid - Breite Zulassung in allen wichtigen Ackerbaukulturen.

Mospilan® SG Insektizid - Der K.O. für beißende und saugende Insekten!

 

Rapserdfloh in Winterraps – 
Wie der Einsatz von Exirel® die beste Wirkung erzielt

Mit den Erfahrungen der letzten Jahre ist eine gute Vorbereitung auf die Herausforderungen der Rapserdflohbekämpfung in diesem Herbst gegeben. Welche Ursachen sind bekannt und Lösungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
 

Rückblick auf den Herbst 2025: In vielen Regionen wurde 2025 eine starke und langanhaltende Aktivität des Rapserdflohs festgestellt. Der Reifungsfraß der adulten Käfer erfolgte bis Mitte Oktober und verursachte regional geschwächte Rapsbestände. Der Zuflug in mehreren Wellen führte zu einer verlängerten Eiablageperiode und damit zu einem zeitlich gestreckten Larvenschlupf. Die Entscheidung für den optimalen Bekämpfungszeitpunkt wurde dadurch erschwert. Die Ursache des hohen Käferbefalls konnte überwiegend auf die mangelnde Wirkung der eingesetzten Pyrethroide zurückgeführt werden.
 

Ursache der mangelnden Wirkung der Pyrethroide: Kdr- und Super-kdr-Resistenz

Mit PCR- und Biotests konnte die Ursache für die mangelnde Wirkung der Pyrethroidmaßnahmen auf adulte Rapserdflöhe mit der sogenannten Kdr-Resistenz (Knock-down-resistance) erklärt werden. Die Kdr-Resistenz ist eine Punktmutation am Angriffspunkt der Pyrethroide am Natriumkanal der Nervenzellen, so dass der Wirkstoff schlechter binden und wirken kann. Je nach Temperatur, Benetzung und Aufnahmeverhalten der Schädlinge, ist für eine ausreichende Wirkung ein Vielfaches an Wirkstoff nötig (10 - 50-fach).

In den letzten Jahren wurde in Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und  Schleswig-Holstein Pyrethroidresistenzen festgestellt. Untersuchungen haben bestätigt, dass es sich dabei um die sogenannte Super-kdr handelt. Die Super-kdr (Super-knock-down-resistance) ist eine zusätzliche Punktmutation im Natriumkanal an einer anderen Position und führt zu einem vollständigen Wirkverlust des Pyrethroids. Sie wurde bereits in Frankreich und Großbritannien nachgewiesen und hat sich nun auch in Deutschland verbreitet.

2025 trat die Super-kdr auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und weiteren Bundesländern auf. Für die Anwendung im Herbst 2026 haben zusätzlich Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hessen das Auftreten der Super-kdr gemeldet. Pyrethroide zeigen in diesem Fall keine Wirkung mehr, so dass die Bekämpfung der adulten Rapserdflohkäfer in Frage gestellt ist.

Schädigende Entwicklungsstadien des Rapserdflohs

 

Die Notwendigkeit neuer Wirkstoffe und des Wirkstoffwechsels

Cyantraniliprole - die neue Generation der effektiven Bekämpfung des Rapserdflohs
Exirel® enthält 100 g/l Cyantraniliprole, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Diamide (IRAC 28). Cyantraniliprole aktiviert Ryanodin-Rezeptoren von Insekten; dies bewirkt eine Entleerung der intrazellulären Kalziumvorräte. Der Fraßstopp erfolgt innerhalb weniger Minuten.  Die Insekten nehmen den Wirkstoff überwiegend über Fraß und teilweise über Kontakt auf.


Die Formulierung von Exirel® als Suspoemulsion wurde speziell für die translaminare und lokalsystemische Verteilung im Blatt und Stängel entwickelt.
Die Wirkung bleibt auch bei hohen oder niedrigen Temperaturen sehr gut, solange die Stoffwechselaktivität der Pflanzen und die Aufnahme der Larven vorhanden ist. Die flüssige SE-Formulierung hat den Vorteil, dass die Benetzung auf der Pflanze sowie die Wirkstoffaufnahme und Verteilung in der Pflanze vergleichsweise besser und schneller ist. Der Zusatz eines Netzmittels ist nicht nötig. Exirel® hat eine hohe Regenfestigkeit, so dass auch starke Niederschläge 1 Stunde nach der Behandlung keinen Einfluss auf die Wirksamkeit haben.

Mit Exirel® als flüssige SE-Formulierung können höhere Wirkungsgrade auf den Rapserdfloh erzielt werden.

Exirel® SE Formulierung

Versuchsergebnisse belegen einen besseren Wirkungsgrad von Exirel® gegenüber Vergleichsprodukten mit festen Formulierungen.

Exirel® Versuchsergebnisse

Versuchsergebnisse mit Exirel® zeigen die sehr gute Wirkung mit 40 g Cyantraniliprole pro Hektar. Vergleichsprodukte mit fester Formulierung und einer Wirkstoffmenge von 75 g pro Hekar zeigen vergleichbare oder schlechtere Wirkungsgrade. In diesem Herbst wird der Wirkstoffgehalt des Vergleichsmittels ebenfalls auf 40 g Cyantraniliprole pro Hektar gesenkt. In Versuchsergebnissen wird der dadurch folgende Wirkungsverlust nachgewiesen. 

Exirel® Versuchsergebnisse

Der richtige Einsatzzeitpunkt ist entscheidend

Exirel® hat eine sehr gute Wirkungsdauer und erfasst vorhandene sowie später schlüpfende Larven im Winter. Versuchsergebnisse zeigen, dass die Larvenzahl bis zum Frühjahr signifikant gesenkt wird. Durch die Anwendung von Exirel® kann eine Ertragssteigerung von 20% erzielt werden. Entscheidend für die gute Wirkung ist der richtige Anwendungszeitpunkt. Um den optimalen Einsatzzeitpunkt zu finden, sollte man sich am Schadschwellenmodell und den regionalen Warndienstaufrufe orientieren. Zusätzlich wird eine Bestandskontrolle empfohlen, um die tatsächliche Anzahl Larven im Blattstiel und Spross zu ermitteln. Dazu können einzelne Pflanzen aufgeschnitten oder die Anzahl der Einbohrlöcher bestimmt werden.  Es wird empfohlen, Exirel® bei ansteigenden Larvenzahlen (Larvenstadien L1 bis L2) zu applizieren: nicht zu früh, um die Dauerwirkung auszunutzen und nicht zu spät, damit die Larvenstadien L2/L3 den Spross nicht bereits stark geschädigt haben. Für eine gute Benetzung der Pflanzen wird eine Wassermenge von mindestens 300 l/ha empfohlen.

Exirel® - Anwendungsempfehlung in Raps

Exirel® - Anwendungsempfehlung in Raps

Spritzfolge bei pyrethroid-sensitiven Rapserdflöhen

In Regionen, in denen Pyrethroide wirksam auf Rapserdflöhe sind, wird eine Spritzfolge aus Nuyard® (100 g/l Deltamethrin) auf die adulten Käfer gefolgt von Exirel® auf die Larven empfohlen. Versuchsergebnisse mit dieser Spritzfolge zeigen eine Ertragssteigerung von 20%.

 

Exirel® Versuchsergebnisse

Exirel® – Notfallzulassung in Raps gegen den Rapserdfloh vom 14.08. bis zum 11.12.2026

Exirel® Notfallzulassung